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Strassenfront "Kidron". 30er Jahre (1)

Haupteingang. 30er Jahre (2)

Haupteingang. 30er Jahre (2)

Strassenfront Kidron 2005 (3)

Strassenfront Kidron 2005 (3)

Stationsflur (4)

Stationsflur (4)

Essraum und Küche (5)

Essraum und Küche (5)

Patientenzimmer (6)

Patientenzimmer (6)

In der Stationsküche (7)

In der Stationsküche (7)

Eingang zur Station für Kinder (8)

Eingang zur Station für Kinder (8)

Klinikschule (9)

Klinikschule (9)

Haupteingang (10)

Haupteingang (10)

Treppenpodest mit Telefon (11)

Treppenpodest mit Telefon (11)

Gartenfront (12)

Gartenfront (12)

Aufenthaltsraum (13)

Aufenthaltsraum (13)

Klinikkindergarten (14)

Klinikkindergarten (14)

Stationszimmer (15)

Stationszimmer (15)

25. 9 2006: Einweihung des Neubaus... (16)

25. 9 2006: Einweihung des Neubaus... (16)

... mit Bundeskanzlerin Merkel (17)

... mit Bundeskanzlerin Merkel (17)

Fotonachweis
1 Postkarte (Hauptarchiv Bethel)
2 Fotogramm aus dem Film "Ringende Menschen" (Gertrud Film, Hauptarchiv Bethel)
4, 5 Architekt Georg Frey (gelegentlich des Abschlusses der Umbauarbeiten 1986)
6 - 10; 13; 15 - 17 Jochen Schlesinger (Fotoprojekt Kidron 2005/2006)
3, 11, 12, 14 Jan Neumann ( Fotoprojekt Kidron 2005/2006)

Projekte, die Hörmann zur Zeit fördert

Fotoprojekt Kidron 2005-2006

"Haus Kidron" wird 1914 als geschlossene psychiatrische Klinik/Anstalt für Frauen gebaut. Nicht zuletzt aufgrund fehlender Therapien steht in dieser Zeit langjährige Unterbringung im Vordergrund.

Die Patientinnen werden von Diakonissen betreute, die ebenfalls viele Jahre im Haus leben. Daraus ergibt sich eine grosse Nähe und Vertrautheit von Betreuten und betreuendem Personal.

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Haus Kidron wird Mitte der 80er Jahre vollständig umgebaut. Es nimmt die Abteilung für epilepsiekranke Kinder und Jugendliche aus dem Epilepsiezentrum Mara auf.

Nach Ideen und Konzepten von Chefarzt Dr. Hans Erich Boenigk, der Psychologin Renate Schernus und dem Klinikpersonal werden die Innenräume von Kidron völlig neu gestaltet. (Architekten: Frey/Schubert).

Es entsteht die "Wohnklinik" Haus Kidron. Hier wird mit den Jahren ein eigenwilliges Therapiekonzept für Menschen mit Epilepsie entwickelt.

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Kern des Konzepts ist es, wo immer möglich, das Gerüst des heimischen Alltags, "abzubilden". Es soll damit nicht nur eine Vertrauen erweckende und patientenfreundliche Atmosphäre geschaffen werden.


Die Kinder und Jugendlichen mit meist schwer behandelbaren Epilepsien sollen ganz spezifisch und langfristig unter "häuslichen" und "familiären" Bedingungen beobachtet werden.


Die daraus folgende Diagnose und Behandlung bleibt nicht aufs Medizinische beschränkt. Sie zielt darauf ab, realistische und zugleich normalisierende Veränderungen im Tagesablauf und im Lebensrhythmus zu bewirken, die Gesundung nachhaltig fördern.


Die anregende, farbenfrohe, gemütlich Gestaltung der Innenräume, dient diesen Zwecken ebenso, wie der direkt an die Klinik angeschlossene Kindergarten und die Klinikschule.


Liebe zum Detail, Farbe, Licht und Ornament sind auf Besonderheit und Individualität abgestellt.


Ein grosser, naturbelassener Garten bietet vielfach Auslauf und wird für Feiern und Feste genutzt.

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Die Zimmer, Korridore und Treppenaufgänge vermitteln ein Gefühl der Geborgenheit. Sie bieten Freiräume für Kleingruppen und erlauben "Nischen" für den individuellen Rückzug.


Raumaufteilung und -ausstattung passen sich dem Behandlungskonzept an. Im umgebauten Haus Kidron ergibt sich erneut - doch mit ganz anderen Folgen - eine enge Gemeinschaft von Betreuten und Betreuenden.


Deren Ziel ist nicht mehr Behandeln und Verwahren sondern eine sozial-medizinisch bestmögliche Vorbereitung auf die Rückkehr nach Hause.

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Die Klinik für epilepsiekranke Kinder und Jugendliche "Kidron" ist heute im Neubautrakt des Epilepsiezentrums Mara untergebracht.


Haus Kidron selbst steht nicht mehr. Seine 20jährige Geschichte fruchtbarer Durchdringung von Raum und Therapie bleibt beispielhaft und zukunftsweisend.